Verschwörungstheorien und Antisemitismus als Ausdruck des Wunsches nach einer einfachen Welterklärung?

Daniel Kulla beschreibt in seinem Buch „Entschwörungstheorie“ die Verschwörungstheorien als „Kitt“, die ein zerrissenes Weltbild zusammenhalten, als Wunsch nach einer einfachen Erklärung in einer Welt, die gegensätzliche und widersprüchliche Entwicklungen hervorruft und als Legitimation um an überholten Ideologien festzuhalten. Der Vortrag will sich weniger an bestimmten Verschwörungstheorien abarbeiten, sondern vielmehr die Fragen nach der Herkunft, nach den sozialen Bedingungen und und nach den Merkmalen von Verschwörungstheorien stellen. Als besondere, biologisch verlängerte Verschwörungstheorie mit eliminatorischem Charakter soll der Antisemitismus betrachtet werden. Es sollen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu anderen Verschwörungstheorien erarbeitet werden.

Freitag, 19. September, Gerberstraße Weimar:
Vortrag+Workshop mit VertreterInnen der Gerberstraße und dem BiKo, 10-14 Uhr